„Kammer machen!“

Eine starke Stimme für die Wirtschaft im Ruhrgebiet

IHK zu Essen und IHK Mittleres Ruhrgebiet in Zukunft vereint?

Ruhr pur: Die Bezirke der beiden IHKs bilden das Herz des Ruhrgebiets. Von Oberhausen und Mülheim an der Ruhr über Essen und Bochum bis nach Herne, Hattingen und Witten: Eine Region, die wie keine andere in Deutschland für Transformation und Integration steht. Ein Wirtschaftsraum, der über breit gefächerte wirtschaftliche Strukturen verfügt und vielerorts vor denselben Herausforderungen steht. Seit Juli 2025 läuft der Prüfprozess zu einer möglichen Vereinigung der beiden IHKs. Die Vollversammlungen stimmen im Juni 2026 über einen Zusammenschluss ab.

„Kammer machen!“ – Erste Zwischenergebnisse liegen vor

Vor den Vollversammlungen der IHK zu Essen und der IHK Mittleres Ruhrgebiet präsentieren die Arbeitskreise die Zwischenergebnisse des Prüfprozesses.

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Zwischenergebnisse der Arbeitskreise

Die jeweils eigenständig auf ihrem Fachgebiet arbeitenden Arbeitskreise stellten einander erstmals ihre Zwischenergebnisse vor und diskutierten sie.

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„Kammer machen!“ – Prüfprozess im vollen Gang

Die IHK zu Essen und die IHK Mittleres Ruhrgebiet setzen den ergebnisoffenen Prüfprozess zur möglichen Vereinigung ihrer Kammern konsequent um.

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Zeitstrahl einer möglichen Vereinigung

Prüfauftrag durch die Vollversammlungen

Die Mitglieder der Vollversammlungen der IHK zu Essen und der IHK Mittleres Ruhrgebiet entschieden sich in ihren jeweiligen ordentlichen Sitzungen in Essen und Bochum mit deutlicher Mehrheit dafür, das Ziel einer möglichen Vereinigung der beiden IHKs ergebnisoffen zu prüfen.

Damit begann unter dem Motto „Kammer machen! – Eine starke Stimme für die Wirtschaft im Ruhrgebiet“ ein elfmonatiger Prüfprozess, in dem alle relevanten Fragen rund um eine mögliche Vereinigung fachlich fundiert analysiert und bewertet werden.

Sehen Sie hier die Beschlüsse der Vollversammlungen.

Bildung der Arbeitskreise

Auf die beiden IHKs kam mit dem positiven Mitgliederentscheid für „Kammer machen!“ eine Menge Arbeit zu. Der erste Schritt: die Bildung von sechs Arbeitskreisen zu unterschiedlichen Themenfeldern. Sie standen allen Mitarbeitenden und Vollversammlungsmitgliedern beider IHKs offen. Rund 90 Expertinnen und Experten aus Haupt- und Ehrenamt beider IHKs nehmen Chancen und Risiken einer möglichen Vereinigung unter die Lupe. Zusätzlich begleitet ein sechsköpfiger Lenkungskreis, bestehend aus Geschäftsführung, Präsidenten und jeweils einem Präsidiumsmitglied beider IHKs den Prozess und prüft wesentliche Entscheidungspunkte.

Arbeitskreise gehen an den Start

Die eingerichteten Arbeitskreise nehmen als Herzstück des Prüf- und Beteiligungsprozesses ihre Arbeit auf. Ihre Aufgabe ist es, dem Lenkungsausschuss in den Themenbereichen Aus- und Weiterbildung, Finanzen, Recht, IT & Digitalisierung, Kommunikation und USP (Alleinstellungsmerkmale) zuzuarbeiten, so dass für die Vollversammlung im Juni 2026 eine fundierte Entscheidungsgrundlage vorliegt.

So werden unter anderem die rechtlichen Rahmenbedingungen analysiert, die IT-Strukturen und Digitalisierungsprozesse gegenübergestellt und die Synergiepotenziale bewertet oder die Ausbildungs- und Weiterbildungsangebote beider Kammern verglichen und Vorschläge zur Zusammenführung erarbeitet.

Sehen Sie hier die Pressemitteilung zum Start der Arbeitskreise ein.

Präsentation erster Zwischenergebnisse im Lenkungskreis

Zwischen dem Lenkungskreis und den Arbeitskreisen regelmäßiger Austausch, Abstimmungen und Ergebnis-Checks statt. In einem Zwischenschritt kamen zum Jahresende alle Arbeitskreise in Bochum zusammen und präsentierten die ersten Ergebnisse ihrer Arbeit vor dem Lenkungskreis. Auf Basis der ersten Erkenntnisse ergaben sich bereits neue Vernetzungsmöglichkeiten und die Festlegung auf Themenschwerpunkte zur Vertiefung.

Die Arbeit der paritätisch besetzten Arbeitskreise zeigte schon erste positive Ergebnisse für eine potenzielle Vereinigung: Sich ergänzende Kompetenzen und fachliche Diskussionen prägten in allen Fachbereichen die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Zwischenergebnisse der Arbeitskreise

Eine Woche vor der Information beider Vollversammlungen wurde in der Gruppe aller Teilnehmenden der sechs Arbeitskreise und des Lenkungskreises die Zwischenergebnisse präsentiert.

Weitere Infos.

Präsentation der Zwischenergebnisse vor den Vollversammlungen

Vor den Vollversammlungen der IHK zu Essen und IHK Mittleres Ruhrgebiet präsentieren die sechs Arbeitskreise und der Lenkungskreis die Zwischenergebnisse des Prüfprozesses. Außerdem geben die Akteure einen Ausblick auf den noch ausstehenden Teil ihrer Arbeit.

Zentraler Baustein des Prüfprozesses ist es, dass die Mitglieder der Vollversammlungen vollumfänglich informiert werden und die Chance haben, Fragen zu stellen und Anregungen einzubringen.

Sehen Sie hier die Zwischenergebnisse der Arbeitskreise und des Lenkungskreises ein.

Fertigstellung aller Prüfergebnisse in den Arbeitskreisen

Für den Lenkungskreis und die Arbeitskreise beginnt nach der Präsentation der Zwischenergebnisse Teil zwei des Prüfprozesses. Dieser beinhaltet die Vervollständigung der bereits in weiten Teilen vorgestellten definierten Prüfaufgaben. Zum anderen ergeben sich aus den Erkenntnissen der bisherigen Ergebnisse weitere Arbeitsaufträge.

Welche konkreten Aufgaben sich die einzelnen Arbeitskreise im zweiten Teil des Prüfprozesses widmen, entnehmen Sie den Ausblicksfolien ihrer Präsentationen vom 14.1.2026.

Präsentation der Ergebnisse vor den Vollversammlungen

Die Arbeitskreise und der Lenkungskreis präsentieren vor den Vollversammlungen der IHK zu Essen und der IHK Mittleres Ruhrgebiet die vollständigen Ergebnisse des Prüfprozesses. Zu diesem Zeitpunkt sollen umfassenden Informationen für die Mitglieder der Vollversammlung vorliegen, so dass sie sich eine Meinung bilden können über die Vereinigung. Bis Ende Mai bereiten dann Lenkungskreis und Arbeitskreis Recht eine entsprechende Beschlussvorlage vor.  

Die Ergebnisse der Arbeitskreise und des Lenkungskreises werden hier dann öffentlich zugänglich gemacht.

Beschlussfassung über die Vereinigung

In den ordentlichen Vollversammlungen der IHK zu Essen und IHK Mittleres Ruhrgebiet entscheiden die Mitgliedsunternehmen dann über eine Vereinigung der beiden IHKs.

Genehmigungsverfahren zur neuen IHK

Auf die positive Beschlussfassung über die Vereinigung in den Vollversammlungen folgt ein Genehmigungsverfahren durch das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE) des Landes NRW. Das Ministerium führt eine umfassende, neutrale und fachliche Prüfung durch. Diese Prüfung ist nicht politisch motiviert, sondern folgt objektiven Kriterien: Kann die vereinigte IHK ihre gesetzlichen Aufgaben effizienter wahrnehmen als die beiden bisherigen IHKs? Gibt es Alternativen, die das Ziel ebenfalls erreichen würden? Führt die Vereinigung zu wirtschaftlicheren Strukturen, Kosteneinsparungen und einer optimierten Ressourcennutzung? Werden die spezifischen Interessen und Bedürfnisse der regionalen Wirtschaft angemessen berücksichtigt und vertreten? Wenn auch das Prüfverfahren des Ministeriums zu einem positiven Ergebnis kommt, kann die Vereinigung voranschreiten.

Übergangsvollversammlung und -präsidium

Die Vollversammlungen der beiden IHKs, bestehend aus 70 ehrenamtlichen Mitgliedern der IHK Mittleres Ruhrgebiet und 84 ehrenamtlichen Mitgliedern der IHK zu Essen, sowie die Präsidien mit jeweils 8 und 11 Mitgliedern aus den beiden IHKs agieren gemeinsam als Übergangsgremien.

Neue Satzung und Wahlordnung entwickeln

Für die Interimsphase gelten die alten Rechtsgrundlagen der jeweiligen IHK weiter. Das Haupt- und Ehrenamt entwickeln gemeinsam eine neue Satzung und eine neue Wahlordnung für die Wahl ab 1. Januar 2028.

Wahl der Vollversammlung

Im Jahr 2028 findet die Wahl einer neuen Vollversammlung für den vereinigten IHK-Bezirk statt.

Konstituierende Sitzung der neuen Vollversammlung

Die neu gewählte Vollversammlung der vereinigten IHK trifft sich erstmals zur konstituierenden Sitzung. Dabei wählen die Vollversammlungsmitglieder ein neues Präsidium sowie ein neuer Präsident beziehungsweise eine neue Präsidentin.

Prüfung: Standort und Name

Auch der Prüfauftrag „Standort“ und die Überprüfung von Sitz und Namen der neuen IHK fällt in die Verantwortung der neu konstituierten Vollversammlung.

Neuer Name der vereinigten IHK

Der Prozess der Vereinigung der IHK zu Essen und IHK Mittleres Ruhrgebiet ist vollständig abgeschlossen. Die neue IHK firmiert unter ihrem selbst gewählten neuen Namen am Sitz ihrer Wahl.

Hintergrundinfos: „Kammer machen!“

Zwei Kammern, eine Vision: Mit dem Projekt „Kammer machen!“ schlugen die Führungsgremien der IHK zu Essen und der IHK Mittleres Ruhrgebiet vor, eine mögliche Vereinigung der beiden IHKs zu prüfen. Überzeugt davon, damit den richtigen Schritt für eine zukunftsfähige IHK zu gehen. Die Vollversammlungen beider IHKs sprachen sich im Juli 2025 mehrheitlich dafür aus, das Prüfverfahren einzuleiten und stießen den Prozess damit an.

Vorteile einer möglichen Vereinigung

Die Vereinigung der beiden IHKs verspricht Synergieeffekte zum Vorteil der Organisation, ihrer Mitgliedsunternehmen und der Wirtschaftsregion zu schaffen. Die Prüfung dieser Potenziale ist Gegenstand des Prüf- und Beteiligungsprozesses.

  • Bündelung von Fachkenntnissen
  • Stärkere Stimme für die Wirtschaft im Land NRW
  • Einsparpotenziale durch Synergieeffekte
  • Erweiterung des Netzwerks
  • Verbesserung der Wirtschafts- und Lebensqualität in den beteiligten Städten
  • Ausbau des Aus- und Weiterbildungsangebots
  • Steigerung der Attraktivität für Nachwuchs- und Fachkräfte als Arbeitgeberin

Hier finden Sie die entsprechende Pressemitteilung dazu.

Das Prüfverfahren

Eine Vereinigung dieser Größenordnung ist ein aufwendiges und komplexes Vorhaben. Die finale Entscheidung zur Umsetzung liegt bei den Mitgliedsunternehmen der beiden IHKs. Nur mit der aktiven Unterstützung und einer starken Mehrheit für das Projekt „Kammer machen!“ kann eine erfolgreiche Vereinigung gelingen. Aus diesem Grund ist das elfmonatige Prüfungsverfahren ein elementarer Schritt auf dem Weg zu einer möglichen Vereinigung.

Maximale Transparenz und der Dialog mit allen Stakeholdern stellen dabei die leitenden Maximen dar. Der Prozess ist ergebnisoffen: Im Fokus steht die Frage, ob eine vereinte IHK für die Organisationen, ihre Mitgliedsunternehmen und die Wirtschaftsregion Ruhrgebiet konkrete Vorteile mit sich bringen wird.

Die Arbeitskreise und der Lenkungskreis

Eine mögliche Vereinigung wirkt sich auf alle Facetten der IHKs aus: Wo kann man sich ergänzen? Wo bilden sich Synergien? Wo entstehen Mehrwerte und neue Möglichkeiten? Innerhalb von elf Monaten analysieren sechs Arbeitskreise auf ihrem jeweiligen Fachgebiet die zentralen Fragen und geben ihre fundierte Bewertung ab: Recht, IT & Digitalisierung, Finanzen, Aus- und Weiterbildung, Kommunikation und USP (Alleinstellungsmerkmale). Jeder Arbeitskreis stellt eine SWOT-Analyse über Stärken, Schwächen, Risiken und Chancen auf seinem Fachgebiet an und widmet sich darüber hinaus konkreten Themenschwerpunkten. Die Arbeitskreise setzen sich jeweils zusammen aus Haupt- und Ehrenämtlern und -ämtlerinnen der beiden IHKs. So ergänzen sich praktische und handfeste Erfahrungswerte und tiefgehendes Fachwissen.

Zusätzlich begleitet ein sechsköpfiger Lenkungskreis, bestehend aus Geschäftsführung, Präsidenten und jeweils einem Präsidiumsmitglied beider IHKs den Prozess und prüft wesentliche Entscheidungspunkte.

Die Ergebnispräsentationen der Arbeitskreise dienen den Vollversammlungen als Informationsbasis entlang des Weges bis sie am 1. Juni 2026 über die Beschlussvorlage zur Vereinigung entscheiden.

Hier finden Sie erste Arbeitsergebnisse.

Arbeitskreis Recht

Ziele

  1. Umfassende Klärung der rechtlichen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen
  2. Fundierte Bewertung, ob eine Vereinigung die bessere Durchführung der Kammeraufgaben ermöglicht
  3. Erstellung einer belastbaren und fundierten Entscheidungsgrundlage für den Beschluss am 01. Juni 2026

Teilnehmende

Fatma Yüceoglu (Leitung), Christopher Schäfer (Ehrenamt), Teresa Peus, Susanne Heide, Heidrun Raven, Sebastian Dinter, Andreas Zaunbrecher

Sehen Sie hier die ersten Ergebnisse des Arbeitskreises ein.

Arbeitskreis IT und Digitalisierung

Ziele

  1. Vollständige Bestandsaufnahme der eingesetzten IT-Systeme und Tools in beiden IHKs
  2. Analyse der Kosten- und Synergieeffekte von IT-Produkten und Verbundpaketen
  3. Erstellen einer entscheidungsfähigen Übersicht für die Mitgliedsunternehmen

Teilnehmende

Benedict Kerbstadt (Leitung), Andreas Lüning (Ehrenamt), Stefan Koshold (Ehrenamt), Dustin Bestgen, Marius Dominik, Michael Röska, Dennis Boss, Danny Ihlenfeld, Arne Schümann

Sehen Sie hier die ersten Ergebnisse des Arbeitskreises ein.

Arbeitskreis Finanzen

Ziele

Der Arbeitskreis analysiert die finanziellen Rahmenbedingungen und Potenziale einer Vereinigung in den folgenden Punkten:

  1. Identifikation konkreter Einsparpotenziale
  2. Erarbeitung eines Modells zur Beitragsentwicklung
  3. Steuern
  4. Vermögensauseinandersetzung
  5. Pensionsverpflichtungen

Teilnehmende

Stefan Grave (Leitung), Thomas Gdanietz Hauptamt (stellv. Leitung), Klaus-Peter Großmann (Ehrenamt), David Bletgen (Ehrenamt), Benedict Kerbstadt, Stefanie Trappmann, Julia Walter, Julian Mikulik, Rolf Schröter

Sehen Sie hier die ersten Ergebnisse des Arbeitskreises ein.

Arbeitskreis Aus- und Weiterbildung

Ziele

  1. Aufstellung eines Zeitplans zur Integration der Aus- und Weiterbildungsbereiche
  2. Abgleich der Ausbildungsberufe
  3. Weiterbildungsportfolio der neuen IHK

Teilnehmende

Robert Schweizog (Leitung), Britta Rommel (Ehrenamt), Eduard Paul (Ehrenamt), Silke Elias (Ehrenamt), Tobias Volkmann (Ehrenamt), Thomas Papenbrock (Ehrenamt), Lars Hahn (Ehrenamt), Peter Urselmann (Ehrenamt), Sebastian Jehle (Ehrenamt), Simone Vogel (Ehrenamt), Alexandra Böckelmann, Andrea Koch, Dilara Dogan, Gabriele Altendeitering, Lisa-Marie Krupka, Philip Pätzold, Jan Dettweiler, Käthe Klein, Marc Hüffmann

Sehen Sie hier die ersten Ergebnisse des Arbeitskreises ein.

Arbeitskreis Kommunikation

Ziele

  1. Stakeholder-Analyse
  2. Kommunikationsplan

Teilnehmende

Friederike Groß-Böcker (Leitung), Bastian Bringenberg (Ehrenamt), Peter Diekmann (Ehrenamt), Rafael Wedding (Ehrenamt), Tülay Koca (Ehrenamt), Jan Milkereit (Ehrenamt), Karin Wolniczak (Ehrenamt), Josefine Stachelhaus, Yvonne Schumann, Yvonne Rosenberger, Sven Frohwein, Sandra Janßen, Anna Kalweit

Sehen Sie hier die ersten Ergebnisse des Arbeitskreises ein.

Arbeitskreis USP

Ziel

Prüfen, ob eine vereinte IHK die gesetzlichen Aufgaben gemäß § 1 IHKG besser erfüllen kann.

Teilnehmende

Daniel Hülsmann (Leitung), Dr. Martin Cornelsen (Ehrenamt), Andor Baltz (Ehrenamt), Robert Schramm (Ehrenamt), Frank Beckmann (Ehrenamt), Michael Simon (Ehrenamt), Benjamin Kaiser (Ehrenamt), Henrich Kleyboldt (Ehrenamt), Dr. Inka Krude (Ehrenamt), Stefan Lenk (Ehrenamt), Marc Mauer (Ehrenamt), Roland Niggemeyer (Ehrenamt), Kerstin Schneider (Ehrenamt), Andreas Wilming (Ehrenamt), Marc Meckle, Matthias E. Cichon, Geraldine Paschen, Jennifer Duggen, Sandra Schmitz, Lennart Galdiga, Simone Stachelhaus, Lea Wegmann

Sehen Sie hier die ersten Ergebnisse des Arbeitskreises ein.

Lenkungskreis

Ziele

  1. Aufgabenstellungen, regelmäßiger Austausch und Ergebnis-Checks mit den Arbeitskreisen
  2. Grundsatzentscheidungen
  3. Erstellung der Beschlussvorlage in Zusammenarbeit mit Arbeitskreis Recht und allen weiteren Arbeitskreisen

Teilnehmende

Jutta Kruft-Lohrengel, Michael Vogelsang, Gerd Kleemeyer, Philipp Böhme, Kerstin Groß, Michael Bergmann

Sehen Sie hier die ersten Ergebnisse des Arbeitskreises ein.

Fragen und Antworten

„Kammer machen!“ ist der gemeinsame Prozess der IHK zu Essen und der IHK Mittleres Ruhrgebiet, zu prüfen, ob eine Vereinigung der beiden IHKs möglich und sinnvoll ist. Chancen, Risiken und Rahmenbedingungen werden in einem ergebnisoffenen Prozess geprüft – rechtlich, organisatorisch und finanziell.

Am 1. Juli 2025 entschieden die Mitglieder der IHK zu Essen und der IHK Mittleres Ruhrgebiet sich in ihren jeweiligen ordentlichen Vollversammlungen mit deutlicher Mehrheit, das Ziel einer möglichen Vereinigung der beiden IHKs zu prüfen und gaben damit den Startschuss für das Projekt „Kammer machen!“

Die Vereinigung wäre ein konsequenter Schritt in der weiteren Mitgliederorientierung: Durch die Bündelung von Ressourcen und Dienstleistungen könnten die IHKs ihre Prozesse noch stärker optimieren. Die Zusammenführung von Fachkenntnissen und Netzwerken erhöht die Kompetenz einer vereinigten IHK. Als Arbeitgeberin wäre sie attraktiver für Nachwuchs- und Fachkräfte. Es entstünden Synergien bei Qualifizierung, Wissensmanagement und Digitalisierung. Die Unternehmen und Städte im neuen Kammerbezirk würden stärker aneinanderrücken. Und die vereinte IHK hätte eine stärkere Stimme in Region, Land und Bund. Die Zwischenergebnisse der Arbeitskreise geben ausführliche Einblicke in die Potenziale einer Vereinigung in den verschiedenen Fachbereichen.

In einer zunächst anstehenden Übergangsphase bleiben die Präsidien und die Vollversammlungen der beiden IHKs getrennt voneinander bestehen. In dieser Phase werden nur übergangsweise Entscheidungen zum Standort getroffen. Prüfauftrag und Festlegung des neuen Standorts werden Aufgaben der neuen gemeinsamen Vollversammlung sein. Diese konstituiert sich nach erfolgreicher Vereinigung im Jahr 2029.

Die IHKs funktionierten bislang als zwei vollständig eigenständige Organisationen. In Inhalten und Regionalität benachbart – aber mit unterschiedlichen Schwerpunkten, Standards, Unternehmenskulturen und Infrastrukturen. Es gilt, sie personell und strukturell zusammenzuführen. Dieser Integrationsprozess wird anfangs Ressourcen binden. Ein Aufwand, der sich mittelfristig lohnt: Die paritätische Zusammenarbeit in den Arbeitskreisen deutete für alle Beteiligten bereits an, dass die Zusammenarbeit nicht nur gelingen kann, sondern sich gewinnbringend für beide IHKs und ihre Mitgliedsunternehmen auswirkt.

Der Prüfungsprozess ist noch nicht abgeschlossen. Aber beide IHKs legen großen Wert darauf, den Mitgliedsbeitrag für ihre Mitgliedsunternehmen niedrig zu halten. Das ist auch das erklärte Ziel für eine Vereinigung. Die ersten Ergebnisse der Arbeitskreise skizzieren Synergien und Effizienzgewinne durch die Vereinigung. IHK-Transparent gibt einen Hinweis darauf, dass IHKs in der Größe der neuen IHK, niedrigere Beiträge für Mitgliedsunternehmen aufweisen. Also das Ziel ist, die Beiträge für die große Mehrheit der Mitgliedsunternehmen reduzieren zu können.

Die neue IHK wäre mit insgesamt rund 95.000 Mitgliedsunternehmen im Vergleich zu den restlichen IHKs im Bundesgebiet eine mittelgroße Organisation. Dazu zählen Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen vom Kleingewerbe bis zum Großkonzern.

Zunächst entscheiden die insgesamt 154 Mitglieder der Vollversammlungen der IHK Mittleres Ruhrgebiet und der IHK zu Essen in ihren ordentlichen Vollversammlungen am 1. Juni 2026 über die Vereinigung. Zuvor finden am 21. April 2026 Informationsveranstaltungen für die Vollversammlungen statt, in denen die Arbeitskreise und der Lenkungskreis die Ergebnisse des Prüfprozesses präsentiert. Wenn sich die IHKs für eine Vereinigung entschieden haben, folgt ein Genehmigungsverfahren durch das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE) des Landes NRW. Kommt auch dieses zu einem positiven Ergebnis, kann die Vereinigung voranschreiten.

Nein! Beide IHKs werden im Zuge des Prozesses kein Personal abbauen, denn grundsätzlich stehen sie vor der Herausforderung des demografischen Wandels: In den nächsten zehn Jahren werden in beiden Organisationen mehr als ein Viertel der Belegschaft in den Ruhestand gehen. Die Vereinigung stellt die personelle Stärke sicher und stärkt die Position als Arbeitgeberin im Wettbewerb um Fach- und Nachwuchskräfte. Natürlich werden sich im Rahmen der Vereinigung manche Positionen verändern, aber in keinem Fall wird das zu Kündigungen führen.

Nein, im Gegenteil: Die Vereinigung soll sicherstellen, dass die IHKs personell, finanziell und auch von den Kompetenzen schlagkräftiger werden. Das sorgt auch bei wegweisenden Entscheidungen für die Digitalisierung oder der Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle für eine schnellere und effizientere Entscheidungskette. Mit gebündelten Ressourcen kann die neue IHK den Service für ihre Mitgliedsunternehmen weiterhin auf hohem Niveau und mit verhältnismäßig niedrigen Beiträgen gewährleisten.

Die IHK zu Essen und IHK Mittleres Ruhrgebiet sind zwar gut aufgestellte IHKs im Sinne ihrer Mitgliederorientierung und ihres Leistungsspektrums, aber beide IHKs sind in Bezug auf ihre Mitgliederzahlen und ihre Bezirksgröße kleinere Organisationen. Mit der Vereinigung würde die neue IHK eine mittelgroße IHK in Bezug auf die Mitgliedszahlen werden. Viele IHKs in NRW wären weiterhin größer, wie beispielsweise Köln, Münster, Bielefeld oder Düsseldorf. In Sachen Bezirksgröße bliebe auch eine vereinigte IHK noch immer die kleinste IHK im Ruhrgebiet. Von einem Übergewicht kann kaum die Rede sein, sondern vielmehr vom Herstellen des Gleichgewichts.

Die neue IHK hätte ein noch stärkeres Gewicht in politischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten in der Region, im Land NRW und auf Bundesebene. Mit der gebündelten Kraft könnte die vereinte IHK die Wirtschafts- und Lebensqualität in den beteiligten Städten und Regionen stärken. Gemeinsam mit ihren Mitgliedsunternehmen würde sie die anstehenden Herausforderungen besser angehen können: wie beispielsweise bei Gesetzgebungsverfahren die Stimme der Wirtschaft zu vertreten, unsichere Konjunkturaussichten gemeinsam zu adressieren, mangelhafte öffentliche Infrastruktur aufzuzeigen, den Strukturwandel der Innenstädte oder den Fachkräfte- und Nachwuchsmangel als große Herausforderungen der Wirtschaft anzugehen. Die neue IHK stünde personell in der gleichen Stärke für die Städte und Gemeinden in den Bezirken zur Verfügung. Ein Regionalkonzept wird die lokale Verankerung der IHK vor Ort sicherstellen.

Falls Sie noch weitere Fragen haben oder sich mit Anregungen in den Prüf- und Beteiligungsprozess bei „Kammer machen!“ einbringen möchten, treten Sie einfach mit Herrn Hülsmann oder Herrn Roth in Verbindung.

Kontakt: „Kammer machen!“

Daniel Hülsmann
IHK Mittleres Ruhrgebiet
info@kammer-machen.de

Thobias Roth

IHK zu Essen
info@kammer-machen.de


Pressekontakte

Josephine Stachelhaus
IHK zu Essen
josephine.stachelhaus@essen.ihk.de
Tel.: 0201 1892-214

 

Sven Frohwein

IHK Mittleres Ruhrgebiet
frohwein@bochum.ihk.de

Tel.: 0234 9113-120